Schulprogramm der Grundschule Alt-Karow

1. Einleitung

1.2. Geschichte der Schule

Die Ursprünge unserer Schule gehen bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück. Wie eine Quelle belegt, gab es im heutigen Alt-Karow sogar schon ab 1881 eine Schule. Die Schule am jetzigen Standort Bahnhofstraße wurde 1934 gebaut. Als eine der ersten Berliner Schulen wurde hier nach dem zweiten Weltkrieg 1945 der Lehrbetrieb wieder aufgenommen. Nach der Wende entstand aus der ehemaligen Polytechnischen Oberschule "Ottomar Geschke" die Grundschule "Alt-Karow", die ihren Namen 1995 erhielt. Der Schulstandort Alt-Karow hat also eine lange Tradition.

In den vergangenen Jahren wurde mit erheblichem finanziellem Aufwand das Hauptgebäude und die Turnhalle rekonstruiert und modernisiert, Schulhof und Sportplatz neu gestaltet und ein Schulersatzbau errichtet. Weitere Baumaßnahmen wurden von 2005 bis 2007 durchgeführt. Das Schulhaus erhielt ein neues Dach, neue Fenster, Fluchttreppen und eine modernisierte Fassade. Gleichzeitig erhielten die Flure einen neuen Farbanstrich.

Zum Komplex der Schule gehören außerdem ein separates Gebäude für Werken und Arbeitslehre, ein großer Schulgarten und ein Schulergänzungsbau sowie die Räume des ehemaligen Kulturhauses. Wir verfügen also über einen Schulstandort, der Schülern und Lehrern einen beachtlichen Gestaltungsspielraum bietet.

1.2. Schule und Umfeld

Der Standort der Schule befindet sich im ehemaligen Dorfkern Karows. Der dörfliche Charakter ist auch durch die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. mit Siedlungshäusern erhalten geblieben. Die Verbundenheit der Bevölkerung mit "ihrer" Schule ist groß - alteingesessene Familien besuchen sie in der dritten Generation. Die Eltern der Schüler identifizieren sich mit der Schule nicht nur, weil ihr Kind für eine begrenzte Zeit an dieser Grundschule lernt, sondern weil sie zum Teil selbst schon Schüler in Alt-Karow waren. Dieser familiäre Charakter wirkt Tendenzen der Anonymisierung in der Gesellschaft entgegen. Neu zugezogene Schüler und ihre Eltern werden rasch und herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen und haben schon nach kurzer Zeit das Gefühl dazuzugehören.

Die enge emotionale Beziehung zu ihrer Schule wird besonders deutlich durch die vielen Initiativen der Karower Bürger, unseren Schulstandort attraktiver zu gestalten. Ob es um die Errichtung des ehemaligen Hortgebäudes, der Umbau der Heizung, die Gestaltung des Schulhofes, das Anlegen eines schulgerechten Sportplatzes, die Renovierung von Klassenräumen ging - vieles wurde von den Eltern initiiert bzw. unterstützt. Vielfältige Unterstützung erfahren wir außerdem beim Gestalten von Schulveranstaltungen. Einige haben sich inzwischen zu einer Tradition entwickelt und sind aus dem Alltag der Schule und der Karower Bürger nicht mehr wegzudenken. Dazu gehören das immer wieder gut besuchte jährliche Herbstfest, der Lauf im Rahmen der Welthungerhilfe, das Weihnachtssingen, der Weihnachtsmarkt und die Projekttage an unserer Grundschule. Das alles wäre in der Qualität und Quantität ohne tatkräftiges und auch finanzielles Engagement der Eltern und unseres Fördervereins kaum möglich.

Die große Nähe von Lebens- und Lernumfeld, das Miteinander der Altersstufen und Generationen und das Lernen in ländlicher Umgebung sind vor allem für die Schüler vorteilhaft. Die Schulwege sind kurz und die Umgebung vertraut. Die Schüler identifizieren sich mit ihrer Schule, lernen hier gern - was häufige Besuche ehemaliger Schüler immer wieder verdeutlichen - und sie achten die in den vergangen Jahren geschaffenen Werte.

2. Rahmenbedingungen - Beschreibung der Ausgangslage

Die Grundschule Alt-Karow, Bahnhofstr. 32 in 13125 Berlin, gehört zum Bezirk Pankow und befindet sich in der Region Weißensee. Hierbei handelt es sich um einen Einzugsbereich, der keinen sozialen Brennpunkt darstellt. Unsere Grundschule umfasst die Klassenstufen 1 bis 6, wobei zur Zeit viele Klassenstufen zweizügig sind. (Statistik) Eine außerunterrichtliche Betreuung der Kinder der Klassen 1 bis 4 wird in der Zeit von 6.00 bis 18.00 Uhr durch Kollegen des offenen Ganztagsbetriebes (Hort) angeboten.

Bei uns werden momentan 375 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 1 bis 6 beschult. Der Anteil von Schülern nichtdeutscher Herkunft beläuft sich auf 2 Kinder, welche die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und keine gravierenden Probleme mit der deutschen Sprache haben.

Das Kollegium setzt sich aus der Schulleiterin, dem Konrektor, 13 Klassenleiterinnen, einem Klassenleiter und einer Referendarin zusammen. Neben dem regulären Unterricht wird außerdem evangelischer und katholischer Religionsunterricht mit je einer Religionslehrerin angeboten sowie der Lebenskundeunterricht, welcher von einer Kollegin des humanistischen Verbandes durchgeführt wird. Im Bereich der ergänzenden Betreuung arbeiten zur Zeit 12 ausgebildete Erzieher und Erzieherinnen, die sich um ein durchdachtes und attraktives Freizeitangebot für die nachmittags zu betreuenden Kinder kümmern. Ein Hausmeister und eine Schulsachbearbeiterin gehören außerdem zum Personal der Schule.

Der Schulkomplex ist sehr weitläufig, aber dennoch übersichtlich gestaltet. Trotz unmittelbarer Nähe zur Hauptstraße kann von einer ruhigen Lage gesprochen werden, da sich der Verkehr hier tagsüber in Grenzen hält. Auf dem parkähnlichen Schulgelände, das mit 2 Spielplätzen, einem Sportplatz und einem Schulgarten ausgestattet ist, befinden sich 5 Gebäude. Im großen, direkt an der Hauptstraße liegenden Hauptgebäude findet der reguläre Unterricht für unsere Schüler der Klassen 3 bis 6 statt. Die 3. und 4. Klassen werden hier am Nachmittag betreut. Dieses Haus verfügt über 10 Klassenräume, 2 Horträume, 1 Computerraum und 2 Teilungsräume. Direkt an dem Hauptgebäude befindet sich die modernisierte Sporthalle.

Im sogenannten Containerbau (weißes Haus - 8 Räume), lernen die Klassen der Schulanfangsphase (Klassen 1 und 2). Ebenso findet die Betreuung dieser Kinder im Offenen Ganztagsbetrieb statt. Ein gleich neben dem Sportplatz befindliches kleineres Gebäude dient als Werkgebäude mit 2 Arbeitsräumen. Außerdem werden Räume für Arbeitsgemeinschaften genutzt. Das an der Blankenburger Chaussee liegende ehemalige Kulturhaus beherbergt Essenausgabe, Küche und Speisesaal.

Wir sind bemüht, den Schülern viele Sportmöglichkeiten anzubieten und dadurch auch einen Beitrag zur gesunden Lebensweise zu leisten. Die Kinder unserer Schule nehmen erfolgreich an verschiedenen Sportturnieren teil. Außerdem verfügt unsere Schule über ein interessantes AG-Angebot wie zum Beispiel im Sportbereich über Basketball, Kinderturnen, Judo oder Ringen. Die Turnhalle wird auch in den Nachmittags- und Abendstunden von regionalen Sportvereinen genutzt.

Im Schuljahr finden neben vielen sportlichen Aktivitäten auch unsere Schulfeste statt. Herbstfest, Weihnachtssingen, Weihnachtsmarkt und Fasching bilden Höhepunkte und gehören schon zur jahrelangen Tradition. Dazu zählen natürlich auch die jährlich durchgeführten Projekttage, an denen die Schüler an verschiedenen Kursen und Veranstaltungen teilnehmen können.

Druckversion